Die Hochlagen des Thüringer Schiefergebirges wurden erst spät im Mittelalter besiedelt. Nur der alte Grenzweg, der Rennsteig, führte bereits 200 Jahre vor der ersten Ortsgründung durch die einsamen Bergwälder.

Die Flur von Friedrichshöhe entstand um 1725 durch Waldrodung zur Errichtung einer Glashütte, die nach Herzog Ernst Friedrich I. benannt wurde und der Siedlung ihren Namen gab. Aufgrund des rauen Klimas und der armen Böden führten die Menschen der Gemeinde ein sehr bescheidenes Leben. Ein Drittel der Flur wurde für kärglichen Kartoffelanbau genutzt. Die Wiesen lieferten Heu für Ziegen und Rinder, um die langen Wintermonate zu überstehen.

Nach dem baldigen Niedergang der Glashütte lebten die Einwohner hauptsächlich in Heimarbeit von der Porzellanmalerei. Reste beschädigter Porzellanpüppchen und -pfeifen sind beim Graben im Boden rund um Friedrichshöhe noch heute zu finden. Friedrichshöhe, als ehemals kleinster Ort der DDR, blieb vom Massentourismus verschont und behielt seine Ruhe und Idylle. Heute hat Friedrichshöhe 24 Einwohner, drei Pensionen und einige Privatquartiere. Alle haben es sich zur Aufgabe gemacht dieses schöne Fleckchen Erde zu erhalten. Diese einzigartige Kulturlandschaft wird von allen hier als etwas Besonderes geachtet.